OXITHERMIE - Wirkungsweise
Die Hyperthermie ist ein passiver Vorgang, konkret die passive Überwärmung des Körpers mit physikalischen Mitteln bei erhaltener Tem- peraturregulation. Bei der Ganzkörper- hyperthermie führt die resultierende Wärme- stauung zur Erhöhung der Körperkerntemperatur.
Bei der OXITHERMIE wird als Wärmequelle Infrarot-A-Licht verwendet, das durch Wasser- filterung aus einem breitbandigen Infrarotspektrum gewonnen wird. Wassergefilterte Infrarot-A-Strahlung besitzt eine hohe Eindringtiefe und wird überwiegend in den gefäßführenden Hautschichten (Corium, Subcutis) absorbiert. Die entstehende Wärme löst komplexe Wirkungen aus, an denen mehrere Mechanismen beteiligt sind.
Zunächst wird die Temperatur in der Körperperipherie (äußere Körperschale) der Körperkerntemperatur angeglichen. Bei weiterer Temperaturerhöhung steigt die Durchblutung im gesamten Organismus und es kommt zur gewünschten Erhöhung der Kerntemperatur.

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Die körperweite Durchblutungserhöhung verbessert den Antransport von Sauerstoff und Stoffwechselausgangs- bzw. den Abtransport von Stoffwechselendprodukten. Stoffwechselvorgänge und Ausscheidungsfunktionen werden mit zu- nehmender Gewebstemperatur beschleunigt (thermogene Stoffwechselsteigerung).
Der schnellere Abtransport schmerz- verursachender Mediatoren (z. B. Histamin) wirkt analgesierend. Der Muskeltonus wird verringert, die Übertragungsgeschwindigkeit (Reizleitung) der Nervenzellen beschleunigt. Der Verlauf von allergischen und rheumatischen Erkrankungen wird durch die Wirkungen auf das Immunsystem positiv beeinflusst.
Die Abwehrsituation wird durch Stimulierung der Immunreaktionen (Vermehrung der Phagozytose, vermehrte Ausschüttung von Interferon) verbessert; damit werden natürliche Heilprozesse gefördert.
Die gleichzeitige Inhalation von konzentriertem Sauerstoff (90 %ig) während der Hyperthermie steigert einerseits die Verträglichkeit der hyper- thermen Belastung, andererseits verbessert sich infolge der mehrschrittbedingten Abschwel- lung von Kapillarendothelödemen die Mikro- zirkulation.
Durch systemisch-komplexe Wirkungen von Körpertemperaturerhöhung und Sauerstoff- Statusverbesserung werden bei verschiedenen Krankheitszuständen Behandlungserfolge erreicht, die sich anderen Therapiemaßnahmen gegen- über weitgehend resistent verhalten. Subjektiv wird die OXITHERMIE gut toleriert und die Hitzebelastung der Haut als geringfügig empfunden, da Infrarot A die Wärmerezeptoren größtenteils passiert. zurück
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